Gynäkomastie: Ursachen und Therapiemethoden

Schönheitschirurgie Clinic Plastica iin WinterthurMänner mögen Brüste – bei Frauen! An sich selbst sind sie ein Horror. Wie unmännlich! Dabei stimmt das gar nicht: Im Erwachsenenalter wachsen mindestens 15, anderen Schätzungen zufolge sogar 30 Prozent aller Männer weiblich wirkende Brüste. In der Pubertät ist das auch bei Jungen fast noch normal und hängt schlicht mit der Hormonumstellung zusammen.

Im männlichen Körper sind dann vorübergehend zu viele weibliche Hormone unterwegs. Aber das muss normalerweise weder medikamentös noch operativ behandelt werden. So schwer das für heranwachsende Jungen ist, die Zeit heilt diesen „Makel“.

Im Erwachsenenalter ist das anders. Weil klar ist, dass sich das Phänomen mit den Jahren nicht wieder von allein erledigt, ruft das Brustwachstum bei Männern oft einen extremen Leidensdruck hervor. Zumindest, wenn sie nicht zu denen gehören, die durch übermäßigen Fett- und Alkoholkonsum selbst Schuld an ihren untypischen Rundungen tragen: Männer mit Übergewicht und dem, was der Volksmund lästerlich „Biertitten“ nennt. Der Fachmann nennt dieses Phänomen respektvoller „Lipomastie“ – meint im Grunde aber dasselbe.

Bei der „Gynäkomastie“ dagegen – wie der Mediziner das hormonell bedingte Brustwachstum beim Mann nennt – können die Betroffenen noch so intensiv Sport treiben und im Fitnessstudio ihren Body builden – die Brüste bleiben. Da hilft oft nur noch das Gespräch mit dem Arzt. So schwer es auch fällt. Denn Gynäkomastie ist bei den vielen Betroffenen ein Tabu, für den Arzt aber unbedingt ein Thema.

Denn bei der Gynäkomastie weist der männliche Körper schlicht zu viele weibliche Hormone auf. Die führen dazu, dass das auch beim Mann rudimentär vorhandene Brustdrüsengewebe wuchert und zu Brüsten wird. Spätestens beim Identifizieren der Hormone wird es auch für den Arzt kompliziert: Die Fettzellen produzieren nämlich das Enzym Aromatase. So weit, so gut. Aber durch das männliche Geschlechtshormon Testosteron wird es in dessen weibliches Gegenpart Östrogen verwandelt. Und schon bilden sich weibliche Formen heraus.

Entsprechend werden Ärzte zunächst einmal durch Nahrungsumstellung oder Medikamente versuchen, den Hormonhaushalt wieder zu korrigieren. Reicht das nicht, muss eine chirurgische Entfernung der Brust in Erwägung gezogen werden. Sie ist nur das letzte Mittel der Wahl, aber mindestens dann unumgänglich, wenn andere Methoden versagen und das Leid des Mannes nahezu unerträglich ist.

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